Singapur und Malaysia – Teil 4

Nach der 2. Übernachtung in Melakka fuhren wir zurück nach Kuala Lumpur. Vincent führte uns dort u. A. zum riesigen Thean Hou Tempel – in dem gerade eine Hochzeitsfeier statt fand, zum Königspalast Tugu Negara, zur großen Moschee, durch Chinatown und für die Aussicht auf den Fernsehturm.

Thean Hou Tempel

Blick vom Thean Hou Tempel auf KL

 

 

 

 

 

 

 

Königspalast

Kuala Lumpur ist bunter, vielfältiger und chaotischer als Singapur. Die Stadt hat uns sofort gefallen. Wenn auch überall Kräne stehen und neue Gebäude in die Höhe wachsen.

Eingang zur Shopping Mall in KL

Nach dem Einchecken im Ritz-Carlton Hotel stellten wir fest, dass wir genau passend zur Tea-time angekommen waren. Diese sehr englische und zeremonielle Art einer Zwischenmahlzeit artete aus in ein üppiges Mahl, so dass wir abends kein Essen mehr brauchten. Wir haben den Abend für einen Gang durch die nahe shopping mall genutzt.

Petronas Towers von oben

Der nächste Tag stand zu unserer freien Verfügung. Wir haben dies genutzt, um ein örtliche paar Caches anzugehen und dabei nochmal zu den Petronas Towers zu schlendern. Am Abend haben wir mit Vincent den Nachtmarkt in Chinatown besucht. Ein buntes Durcheinander von Billigwaren – aber alle mit Markenlabel. Der Markt ist überschwemmt mit Kopien hochwertiger Produkte – hauptsächlich Handtaschen und Uhren. Allerdings sind auch eine Menge elektronische Artikel und Kleidung zu finden. Wie sagte einer der Händler: “Die Ware ist echt – nur das Label ist gefälscht …”

Kaufen sollte man diese Produkte nur im Bewusstsein, dass man wertloses Zeugs ersteht und ggf. an den Zollkontrollen in Deutschland ein Problem bekommt.

Nach dem Markt haben wir ein tolles chinesisches Restaurant besucht, dass in der Art eines Western-Salons eingerichtet war.

Am nächsten Tag sind wir früh gestartet – um zunächst die Batu-Caves und den dortigen Tempel zu besuchen. Wir waren vor 09:00 vor Ort. Dies ist sehr zu empfehlen, weil zum Einen noch nicht so viele Touristen den Ort bevölkern und zum Anderen die Besteigung der 272 steilen Treppenstufen noch erträglich bleibt. Beim Aufstieg wird man begleitet von Makaken Horden, die aber gewöhnlich auf Abstand bleiben. Man sollte sie nicht füttern, sonst werden sie aufdringlich. Am Aufgang steht eine rund 40m hohe Statue vom Gott Murugan. Alljährlich findet hier das hinduistische Thaipusam-Fest statt, bei dem es teilweise sehr masochistische Riten gibt.

Blick von Batu Caves auf KL

Murugan Statue und Aufgang zur Batu Cave

 

Von den Batu-Caves ging es weiter in die Provinz, hinauf in die Cameron Highlands. In diesen Bergen wird Gemüse und Obst angebaut, dass aufgrund der gemäßigten Temperaturen nirgends sonst in Malaysia wächst. Viele Sorten kennen wir aus Europa: Erdbeeren, Broccoli, Kohlrabi, Zwiebeln etc. Vor allem aber sind die Highlands bekannt für den Anbau von Tee. Auf dem Weg nach Tanah Rata, dem Hauptort der Region und unser Zielort für den Tag sieht man viele Tee-Plantagen. Eine davon haben wir besucht, um mehr über Teeanbau und -verarbeitung zu erfahren.

Nach dem Besuch der Plantage checkten wir im Hotel Cameron Highlands Resort ein. Wieder ein sehr englisch geprägtes Hotel. Dort haben wir abends ein tolles kulinarisches Erlebnis gehabt. Es gibt im Hotel ein Steamboat-Restaurant. Dort bereitet man sein Essen im verschiedenen Brühen selbst zu. Im Prinzip wie bei einem Fondue, nur eben mit vielen asiatische Gemüsesorten, verschiedenen Fleisch und Fischarten, und eben die toll gewürzten Brühen.

Wasserfall auf Weg in die Cameron Highlands

Teeplantage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag ging es wieder runter an die Küste. Auf dem Weg dorthin machten wir zunächst an einem buddhistischen Tempel und dann in Kuala Kangsar, um die riesige Moschee Masjid Ubudiah zu besichtigen. Auch den dortigen Sultanspalast konnten wir von außen betrachten.

Buddhistischer Tempel

Moschee in Kuala Kangsar

 

 

 

 

 

 

 

harmlose Schlange

Übrigens: die Sultane von Malaysia wählen alle 5 Jahre den König von Malaysia aus ihren Reihen.

Wir kamen am Nachmittag an der Marina von Lumut an. Dort verabschiedeten wir uns von Vincent und unserem Fahrer. Wir hatten eine kurze Überfahrt mit einem Speedboot zur Insel Pangkor Laut vor uns. Auf dieser kleinen Insel  gibt es nur das Hotel Pangkor Laut Resort. Die folgenden 6 Nächte und 5 Tage haben wir uns dort in Ruhe entspannt.

Das Resort ist zwar schon ein wenig ins Alter gekommen. Es wird allerdings gerade – ohne das man gestört wird – jeder Bungalow einzeln renoviert.  Es gibt verschiedene Bungalows: einige stehen am Hang, einige in Poolnähe, einige bilden einen abgeschlossenen Bereich in Spa-Nähe. Wir hatten eine der Sea-Villas gebucht, die auf Pfählen im Wasser stehen. Innerhalb der Anlage fahren Shuttle-Busse, die wir aber kaum verwendet haben, weil die Sea-Villas optimal zwischen den zentralen Einrichtungen und dem Spa-Bereich liegen. Nur zum Strand auf der anderen Seite der Insel benötigten wir den Bus, da der Weg über den Hügel sehr steil und anstrengend ist.

Strand

Sea-Villas

Unsere Villa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Tage im Pangkor Laut Resort haben wir verbracht mit Wellness-Anwendungen, Relaxen am Pool, Strandbesuch und Essen. Einen Tag haben wir genutzt, um mit einem Führer den Dschungelpfad entlang zu laufen. Unser Guide hat uns viel über die Insel und die Tierwelt dort erzählt. An dem Tag hatten wir besonderes Glück, weil wir neben einer (harmlosen) Schlange und den auf einem bestimmten Baum ruhenden Flughunden auch Seeotter beim Fressen beobachten könnten.

Seeotter

Jeden Abend sahen wir rund 2m lange Bindenwarane, die ihr Verdauungsschläfchen auf großen Felsen im Wasser hielten. Im Gegensatz zu den noch größeren Kommodowaranen sind diese ungefährlich. Praktisch immer waren die Nashornvögel zu sehen und zu hören.

Nashornvogel

Bindenwaran

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da man nicht so einfach mal die Insel verlassen kann, ist man auf die Restaurant auf der Insel angewiesen. Diese sind aber alle zu empfehlen, so dass genügend Auswahl zur Verfügung steht.

Am vorletzten Tag unseres Urlaub wurden wir von Vincent wieder abgeholt, nachdem wir mit dem Speedboot übergesetzt hatten. Er kutschierte uns zurück zum Flughafen Kuala Lumpur, wo wir aber zunächst noch eine Nacht im Sama-Sama Hotel verbracht haben. Mittags flogen wir dann zurück nach Singapur. Dort gönnten wir uns noch eine Nacht im Hotel Mandarin Oriental bevor es am Mittag des 1 Juni zurück ging nach Deutschland.

Auch die Rückreise mit Singapore Airlines klappte hervorragend und wir kamen fast pünktlich in Frankfurt an.

Wir blicken nun zurück auf einen traumhaften Urlaub. Für uns steht fest, dass wir mit Sicherheit nochmal in die Region fliegen, um uns dort viele Dinge anzusehen, die wir dieses Mal nicht im Programm hatten.

Wir würden uns freuen, wenn Euch dieser Bericht ein paar Anregungen gegeben hat. Scheut euch nicht, uns anzusprechen, wenn Ihr weitere Tipps und Hinweise benötigt.

 

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